Für Berliner Schulpate beginnt die berufliche Zukunft bereits in der Grundschule. Im Rahmen des Programms „Abenteuer Beruf“ begegnen Grundschüler*innen der 4. bis 6. Klassen handwerklichen und akademischen Berufsvorbildern und erhalten praxisnahe, kindgerechte Einblicke in verschiedenste Berufswelten.

Ein Beispiel: Einer der Berufspat*innen ist Helmut Arndt, Ausbildungskoordinator der Ausbildungsoffensive Infrastruktur. Er sagt: „Ich finde es wichtig, den Schüler*innen die Berufe der Tiefbaubranche vorzustellen. Es sind systemrelevante Berufe, die weder bei den Schüler*innen, den Eltern, Lehrkräften oder Arbeitsagenturen, auf der Liste stehen. Als Berliner Schulpate bringe ich ihnen die Berufe Kanal- und Rohrleitungsbauer*innen nahe und zeige ihnen, was so alles unter der Erde passiert. Dafür nehme ich die Kinder auch gerne mit auf eine geeignete Baustelle“.

Viele Schüler*innen in den Grundschulen Berlins kennen keine Berufe mehr. Fragt man die Zehn- bis Dreizehnjährigen, was sie einmal werden wollen, erhält man unterschiedliche Antworten. Ganz hoch im Kurs steht dabei meistens: YouTuber*in, TikToker*in oder Fußballprofi. Was man nicht zu hören bekommt ist beispielsweise: Ich werde Elektriker*in, Tischler*in oder Busfahrer*in. Konkrete und realistische Berufswünsche werden kaum genannt. Nicht zuletzt, weil das Vorbild aus dem familiären Umfeld fehlt.

Berliner Schulpate setzt im Vorfeld der meisten Berufsorientierungsmaßnahmen an, die in der Regel ab der 8. Klasse beginnen und nutzt die Neugier und Unvoreingenommenheit der Kinder im Grundschulalter. Wir verstehen unsere Arbeit als einen ersten, vorbereitenden Schritt im Prozess der späteren Berufsfindung in den weiterführenden Schulen.

Dieser frühe Kontakt mit der Berufswelt ist wichtig, denn für viele Jugendliche beginnt die Auseinandersetzung mit der eigenen beruflichen Laufbahn zu spät. Sie kennen weder die Vielfalt an Möglichkeiten, noch wissen sie, wie sich ihre eigenen Stärken und Interesse mit einem Beruf verbinden lassen. Die hohe Zahl der Schulabgänger*innen, die keine Ausbildung finden und auf der anderen Seite die Betriebe, die ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen können, zeigen deutlich, dass es die Schüler*innen eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema Beruf brauchen.

Seit dem Start 2014 haben sich zahlreiche Unternehmen, Betriebe und Freiberufler*innen als Berufspat*innen engagiert und Grundschulkindern in 33 teilnehmenden Schulen Einblicke in ihre Berufe ermöglicht.

Berliner Schulpate ist eine Tochtergesellschaft der Handwerkskammer Berlin und wird von der Berliner Volksbank eG, der GASAG AG, der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, der Stockhausen-Stiftung sowie der WALL GmbH unterstützt.

Machen Sie mit! Begeistern Sie Schüler*innen von Ihrem Beruf.

Rufen Sie an bei Berliner Schulpate gGmbH
Jana Kohlmann
Telefon: 030 263 922 895
E-Mail:
www.berliner-schulpate.de