Wie lernt man einen Beruf am besten kennen? – genau, man macht ihn einfach mal selber. Und so verwandelten sich 26 Schüler*innen der Klasse 5c aus der Richard-Grundschule in Neukölln für einen Vormittag in kleine Tischlerlehrlinge.

Zu Gast in der Hobbytischlerei in Kaulsdorf durften sie in einem dreistündigen Workshop ihr handwerkliches Können ausprobieren. Unter Anleitung von zwei Tischlerprofis bauten sie Handyhalter und lernten nebenbei so einiges über den Beruf Tischler*in. Sägen, schleifen, bohren – die Kinder waren mit Feuereifer dabei. Die Workshops finden im Rahmen des Programms „Abenteuer Beruf“ statt. Insgesamt sechs Schulklassen nehmen daran teil.

Ermöglicht wurden die Workshops durch die Spende der Berliner Sparkasse. Thomas Rossmann, Vertriebsleiter und Netzwerker für Handwerker, ist selbst begeisterter Hobbytischler und ließ es sich nicht nehmen, selbst am Workshop teilzunehmen. „Kinder kommen heute viel zu wenig mit dem Handwerk in Kontakt. Dabei gibt es eigentlich nichts Befriedigenderes, als etwas mit seinen eigenen Händen herzustellen,“ findet Thomas Rossmann. Auch Arne Lingott, Geschäftsführer der Berliner Schulpate gGmbH, weiß um die Bedeutung des Selbermachens: „Das, was man selbst ausprobieren darf, verinnerlicht man am besten. Deshalb legen wir bei „Abenteuer Beruf“ Wert auf eine praxisnahe Berufsorientierung, die spannend und anschaulich ist und den Kindern die Möglichkeit gibt, ihre eigenen Fähigkeiten auszuprobieren.“

Am Ende halten alle Kinder stolz ihren selbstgetischlerten Handyhalter hoch, die bei einigen ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für Mama oder Papa werden.